VLN-Saisonfinale 2017 auf dem Nürburgring

Foto Höhn: Auch im strömenden Regen behielten Johannes und Ferdinand Stuck (925) die Übersicht. Sie gewannen Klasse und Cup-Gesamtwertung. Dahinter Axel und Max Friedhoff (930) und Arne Hoffmeister/Christian Gebhardt (926).
Foto Höhn; Auch im strömenden Regen behielten Johannes und Ferdinand Stuck (925) die Übersicht. Sie gewannen Klasse und Cup-Gesamtwertung. Dahinter Axel und Max Friedhoff (930) und Arne Hoffmeister/Christian Gebhardt (926).

Nürburgring(kh)Nun ist sie Geschichte, die 41. Saison der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, die größte und beliebteste Breitensportserie der Welt. Mit dem Saisonfinale am vergangenen Wochenende wurde das große Potential dieser Meisterschaft noch einmal deutlich. Spannender Motorsport vom Start bis zum Fallen der schwarz/weiß karierten Zielflagge, erwärmte die zahlreichen Zuschauer als Belohnung dafür, dass sie bei lausigen Temperaturen bis zum Schluss ausharrten. Der würdige Gesamtsieger der VLN 2017 heißt wie im letzten Jahr, Michael Schrey. Er fuhr bis auf das 6-h Rennen und dem Saisonfinale, alle Rennen als Solist. Das Kunststück der Titelverteidigung gelang letztmals vor 8 Jahren Alex Böhm.
Im Gesamtklassement des 42. DMV Münsterlandpokals holte sich das Meuspather Manthey Team mit Fred Makowiecki und Lars Kern im Porsche 911 GT3 den 5.Gesamtsieg für Manthey in dieser Saison. Das war ein Sieg für die VLN Historie, denn dies war der 50. In der VLN-Team-Geschichte. Der Vorsprung auf das Zweitplatzierte Team mit Hubert Haupt, Erik Johansson und Maro Engel, auf Mercedes-Benz-AMG GT3 von Black Falcon,  betrug 51,622 Sekunden. Dritte im Bunde der Meuspather Teams waren Frank Stippler, Robin Frijns und Chris Mamerow, auf Audi R8 LMS von Phoenix-Racing.
Das Bad Königshöfer Team Leutheuser Racing&Events unterstützte wieder das Team Isert Motorsport aus Kulmbach. Sie waren mit drei KTM X-BOW angetreten. Außerdem das starke Vater-Sohn-Gespann Friedhoff auf einem Kundenauto. Schon im Qualifying stellten die vier munteren Flitzer ihr großes Potential zur Schau, welches sie im Rennen mit einer unglaublichen Zuverlässigkeit betätigten. Auch hier ging es um den Gesamtsieg im KTM X-BOW Cup powered by Michelin 2017. Die Führenden im Cup, Ferdinand und Johannes Stuck, beendeten das Qualy mit Gesamtrang 23,  Axel und Max Friedhoff auf Rang 27. Arne Hoffmeister, der sich diesmal am Lenkrad mit Christian Gebhardt am Steuer abwechselte, kamen auf Rang 29 und Nils Jung und Florian Wolf auf Platz 30. Christian Gebhardt, seines Zeichens Sportwagentester und Redakteur der Fachzeitschrift Sport Auto, erwies sich als echte Verstärkung. 
Der Start erfolgte bei strömenden  Regen. Alle vier KTM kamen gut weg und vermieden bei tückischer Strecke unnötige Zweikämpfe. Nach 35 Minuten trocknete die Strecke soweit ab, dass auf Slicks gewechselt werden konnte. Da die meisten Teams nahezu  gleichzeitig wechselten ballte sich das Fahrerfeld nochmals richtig zusammen, sodass der KTM-Truppe ein weites Nachvornefahren unmöglich wurde. Pech dabei hatten Florian Wolf/Nils Jung. In Runde 5 versagte kurzzeitig das ABS-System. Leider bemerkte Nils Jung die Warnlampe hierfür nicht, letzlich gab es keine Chance das Auto mit stehenden Rädern unter Kontrolle zu halten und ein seitlicher Einschlag in die Leitplanke war die Folge. Die Friedhoffs konnten dann im Rennen  den Speed nicht ganz mitgehen und fuhren einen sicheren 3. Platz in der Klasse heraus, was Platz 2 im Cup bedeutete. Außerdem ein hervorragender 25. Platz im Gesamtklassement. An der Spitze entbrannte plötzlich ein heißer Zweikampf zwischen den Stuck Brüdern und Hoffmeister/Gebhardt. Gebhardt als Startfahrer legte bereits furios los und übergab das Auto in Schlagdistanz an Arne Hoffmeister. Dieser setzte den Führenden Johannes Stuck gewaltig unter Druck. Mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,645 Sekunden behielt dieser die Nase vorn. Die schnellste Rennrunde der KTM fuhr Hoffmeister mit 8:36,844 Minuten (169,662 km/h).
Die KTM Boliden erreichten dabei in der Gesamtwertung wieder  beachtliche Plätze 18, 19 und 25.
Dieses tolle Auto wird weiter Furore machen, sind sich alle Insider einig. Die Planung für 2018 geht eindeutig in Richtung erhebliche Aufstockung der Cup Teilnehmer und ein Einsatz beim 24h-Rennen Nürburgring erscheint dabei auch nicht gerade als abwegig.
Eine erfolgreiche Motorsportsaison 2017 ging für das Team Leutheuser zu Ende. Ein Klassensieg beim 24h-Rennen, 4-mal Podiumsplätze beim Toyota GT86 C-Cup, Platz 2 und 4 bei der BMW-Challenge und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Isert Motorsport im Rahmen des KTM X-Bow Cup.
Die Termine der VLN-Rennen 2018: 24.03., 07.04., 23.06., 07.07., 18.08. (6h-Rennen), 01.09., 22.09., 06.10. und Saisonfinale 20.10.    


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